Heinrich Hinsch

Geboren am 7. April 1850 in Brake, als Sohn eines Seefahrers, konnte Heinrich Johann Gerhard Hinsch, der zu Anfang als Seefahrer in die Fußstapfen seines Vaters trat, sich darauf folgend als erfolgreicher Unternehmer in Bremerhaven behaupten. Durch Kohlelieferungen und als Eigentümer eines Stauereibetriebs sehr wohlhabend geworden, umfasste sein Besitz neben einem Haus in Bremerhaven ein herrschaftliches Grundstück in Langen. Umgeben von mehr als 400 Obstbäumen, die er aber für die drittelung seines Anwesens um 1900 allesamt fällen ließ.

Durch immer längere Aufenthalte auf seinem Landgut, zwischen der Leher Landstraße und dem heutigen Mittelfeldweg, siedelte er im Jahr 1905 endgültig nach Langen um und baute vor Ort die erste Villa der noch kleinen Stadt, von der er die geschäftlichen Verbindungen nach Bremerhaven per Droschke hielt.

„1908 ließ H. Hinsch für viel Geld eine Grabkammer aus Marmor bauen, die bis heute erhalten blieb.“ („Jedutenberg“ auf dem Langener Friedhof).

In die Gemeinde nahm er durch die Gründung eines Einwohnervereins erstmals Einfluss. Zusammen mit dem Hotelbesitzer Balthasar Heydolph setzten er, und die gesamte Bürgerinitiative von 150 Teilnehmern, sich für die Verbesserung aller Mängel im Stadtwesen ein. Ein Mitglied erhielt daraufhin sogar einen Sitz im Gemeinderat.

Nach seinem Tod, am 17. Januar 1919, wurde die „Hinschvilla“ und die Begräbnisstätte im „Jedutenberg“ unter Denkmalschutz gestellt.

Die Erinnerung an einen besonderen und bekannten Bürger Langens wurde durch die Namensgebung „Hinschweg“ und „Grundschule am Hinschweg“ gewürdigt.

(aus den Unterlagen des Ortschronisten Hermann Westedt)


Portrait von Heinrich Hinsch

Heinrich Hinsch – Portrait – © Nordsee Zeitung